Urbane Waldgärten sind Grünflächen für alle
Urbane Waldgärten sind Grünflächen für alle. Foto: Waldgarten in Berlin-Britz, Waldgarten Berlin-Britz e.V.
21. Mai 2026 | Naturschutz und Biodiversität

Urbane Waldgärten: Multifunktionale Anpassung

Mehr urbane Grünflächen für alle

Was für Möglichkeiten einer sozial gerechten Klimaanpassung gibt es in städtischen Räumen? Eine naturbasierte Lösung wäre es, mehr urbane Grünflächen für alle zu schaffen: etwa Waldgärten, wie sie neuerdings in Berlin und in Kassel wachsen.

Sie bestehen aus mehreren Schichten essbarer Pflanzen. Dabei kombiniert man Obst- und Nussbäume, Beerensträucher sowie Gemüse und Kräuter. „Man kann da durchlaufen und rechts und links ernten“, sagt Jennifer Schulz von der Uni Potsdam, die das Verbundprojekt mit dem Bezirksverband Berlin-Süden der Kleingärtner, dem Freilandlabor Britz und dem Umweltamt der Stadt Kassel geleitet hat.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Gemeinsam aber auch mit den „Menschen, die Verantwortung übernehmen und voneinander lernen“, wie die Landschaftsplanerin sagt. Dazu gründeten 150 bis 200 Beteiligte den „Waldgärten Berlin Britz e. V.“. Ihre Pflanzen gedeihen auf einer 2,8 ha großen Flächen.

Und auch in Kassel, wo in den Stadtteilen Waldau und in Süsterfeld-Helleböhn auf zwei öffentlichen Grünflächen (5 000 und 6 100 m2) jeweils Waldgärten entstanden, wurden eigens dafür Vereine gegründet. Das Projekt, das seit April 2021 mit 6,19 Mio. Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wurde, lauft noch bis Marz 2027.

Alle drei Waldgärten dienen auch der Umweltbildung und dem sozialen Miteinander, so dass vor allem auch Teilhabe als ein wesentliches Element sozial gerechter Klimaanpassung zum Tragen kommen kann.

Autor: Tim Bartels,  Urbane Waldgärten – Waldgärten können eine neue, langfristige Form des urbanen Gärtnerns sein.

Waldgarten Berlin-Britz:  Waldgarten Berlin-Britz e.V. –


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