Preiskugel Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Foto: Frank Fendler
4. Juli 2018 | Aktuelles

Longlist für den Nachhaltigkeitspreis 2019

Die nominierten Unternehmen für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis (DNP) 2019 stehen fest. Es ist der elfte Wettbewerb seiner Art. Im vergangenen Jahr hat eine Wirkungsstudie ergeben, dass die Unternehmen ihren Nachhaltigkeitserfolg noch viel zu selten auch zur Kommunikation nach außen einsetzen, genauso wenig wie zur Differenzierung am Markt und gegenüber Investoren, zum Beispiel um bessere Kreditkonditionen zu erhalten. Ob das nun die DNP-Sieger für 2019 anders machen werden? Exakt 42 Gesellschaften konkurrieren in drei Größenkategorien um die Kugel aus Aluminium. Sie soll für „unendliche Möglichkeiten und die Bewahrung endlicher Ressourcen“ stehen.

Der runde Preis habe noch eine weitere Botschaft, heißt es beim DNP: „Was gestern preiswürdig war, kann morgen etwas anderes sein.“ Meint: Die Gewinnerunternehmen vom vergangenen Jahr können heute schon wieder old school sein. Unter den 16 nominierten KMU ist eine Firma namens Querdenker (sic!), die nachhaltige Projekte in der tropischen Land- und Forstwirtschaft in Costa Rica betreut. Zudem hat sich ein Biobierbrauer beworben, ein Natursteinmetz, ein Textilhersteller für Funktionskleidung, ein Plüschspielwarenfabrikant und ein Tofuproduzent. Der Kunststoffhersteller Beo-Plast, der 2018 bereits unter den Top 3 firmierte, ist ebenfalls wieder mit dabei. Bei den mittelgroßen Unternehmen auffällig sind die kommunalen Stadtentwässerungsbetriebe aus Köln und die Stadtreiniger aus Hamburg. Unter den Konzernen ringen die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd einmal gemeinsam um den DNP. Ausnahmsweise? Wie es heißt, wollen die beiden Schwestern künftig noch enger zusammenrücken. Könnte das zu mehr Nachhaltigkeit führen? „Transformation wird durch Digitalisierung, nicht durch Nachhaltigkeit bestimmt“, ergab die Wirkungsstudie von 2017 nach einer Umfrage unter 122 DNP-Teilnehmern.

Welche Unternehmenstaten die Jury überzeugt, wird sich im September erweisen, wenn das Expertengremium unter dem Vorsitz des Generalsekretärs des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), Günther Bachmann, die Sieger bestimmt. Die Preisverleihung findet schließlich am 6. und 7. Dezember in Düsseldorf statt, während einer glitzernden Gala mit Stars und Sternchen. (tb)

Die 42 nominierten Unternehmen heißen:

Beo-Plast Besgen, Creapaper, Efie, Hof Icken, Hylea Foods, i+m Naturkosmetik, Leicher Engineering, Markus Glöckner Natursteine, memo, Neumarkter Lammsbräu, Querdenker, Relenda, Sonnentor Kräuter, Sympatex Technologies, Taifun-Tofu, Werkhaus Design und Produktion. (alles KMU)

Bodan Großhandel für Naturkost, Burgbad, Drive-Now, Gasag-Gruppe, Globetrotter Ausrüstung, Hakro, Ifco Systems, Knipex-Werk C. Gustav Putsch, Landgard, Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau, Rapunzel Naturkost, Sodastream, Stadtentwässerung Köln, Stadtreinigung Hamburg. (alles Mittelgroße)

Commerzbank, Fischerwerke, Grohe, Hamburger Hafen und Logistik, Hochtief Aktiengesellschaft, IBM, Lanxess, Symrise, Transgourmet Deutschland, Tui, Aldi Nord und Süd, Veolia Deutschland. (alles Große)