Eine Jugendliche lehnt lachend an einem Baum, Sie trägt ein T-Shirt mit dem Recycling-Symbol
13. März 2018 | Aktuelles

Hohes Interesse an Nachhaltigkeitsthemen

Für 44 Prozent der 14- bis 22-Jährigen gehört eine intakte, natürliche Umwelt zu einem guten Leben unbedingt dazu. Das ist ein Ergebnis der ersten Umfrage des Bundesumweltministeriums unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die repräsentative Studie untersucht deren Alltag und Einstellungen. Ein weiteres Ergebnis: 43 Prozent sind überzeugt, dass durch gezielte gesetzliche Maßnahmen mehr Umweltschutz für alle erreicht werden kann. Für die Befragten sind verlässliche persönliche Beziehungen das Wichtigste im Leben. Im Alltag spielen Themen wie Ausbildung, Freizeit und Entspannung eine zentrale Rolle. Wenn sie sich Gedanken über Nachhaltigkeit machen, zeigen die jungen Menschen ein hohes Maß an Problembewusstsein.

„Die Studie zeigt, dass Umwelt- und Klimaschutz noch stärker in der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen ankommen muss“, sagt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Ihr zufolge haben Jugendliche ein hohes Interesse an  Bildungsangeboten zu Nachhaltigkeitsthemen. Schließlich seien 41 Prozent beunruhigt, wenn sie daran denken, unter welchen Umweltverhältnissen die nachfolgenden Generationen aufwachsen müssen. „Wenn wir diesen Bildungsauftrag ernstnehmen, können wir junge Generationen für Umwelt- und Klimaschutz begeistern und sie motivieren, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.“ Bezüglich ihres eigenen Verhaltens antworten sie nämlich widersprüchlich. Einerseits wollen sie ökologisch und sozial handeln. Andererseits möchten sie bei bestimmten, Freude bringenden Dingen, wie zum Beispiel Flugreisen, jetzt und in Zukunft keine Abstriche machen.

Die Studie basiert auf einer Befragung von mehr als 1000 Personen zwischen 14 und 22 Jahren und einer moderierten Online-Community. Im Gegensatz zu traditionellen Erhebungen wurde das Vorhaben „Zukunft? Jugend fragen“ dabei durchgängig von der Zielgruppe selbst begleitet und aktiv mitgestaltet. Forschungsdesign und Forschungsfragen wurden im Rahmen von Workshops mit jungen Menschen entwickelt, die Untersuchungsergebnisse in Zukunftswerkstätten diskutiert und interpretiert. Darüber hinaus wurde für das Vorhaben ein Jugendbeirat eingerichtet, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Umwelt- und Sozialverbänden zusammensetzt. (BMUB/tb)

Die komplette Studie „Zukunft? Jugend fragen!“ finden Sie unter  www.bmub.bund.de/PU452.